„Wie ich vom Ausschneiden loskam“ (Kiepenheuer und Witsch, 2003)
Dieser Roman erzählt vom Ausschneiden der DDR aus einer norddeutschen Kleinstadt und vom Überkleben der BRD. Fünfzehn Lebensjahre zeigt dieser Entwicklungsroman, in dem der 20jährige im Herbst 1989 durch die Mauer geht, um sich Westberlin anzuschauen. („Wir wollen aber wieder zurück, sagte ich am Grenzübergang ‚Friedrichstraße‘, worauf der Uniformierte antwortete, das sei ihm doch egal.“)
Tagdarauf meldet er sich bei der NVA, um seinen Wehrdienst zu absolvieren, damit er nicht mehr als Heizer schuften muss. Vier Monate später ist er auf der ‚Fregatte Bremen‘ und erlebt den Ersten Irakkrieg mit, bevor er auf Las Palmas das Auslaufen des Schiffes versäumt.
Im Mittelmeer beschließt er, mit dem Ausschneiden von Figuren aufzuhören und mit dem Aufschreiben zu beginnen: Er will Umgebungen finden, in denen seine Figuren existieren können. („Realität ist doch nur der Teil des Lebens, den man in der Gesellschaft verbringt – wie viel mehr Dasein ist aber noch!“)
Pressemitteilungen:
Goslarsche Zeitung, Jugendseite:
„Das Buch ‚Wie ich vom Ausschneiden loskam‘ ist durchweg sehr düster und melancholisch geschrieben, regt allerdings auf den rund 200 Seiten zum Nachdenken an.“
Kreuzer, Leipziger Stadtmagazin:
„Altwasser erzählt in realistisch-direkter Sprache, skizzenhaft und angenehm unsentimental die Kindheit und Jugend seines Helden in Greifswald.“
Prinz:
„Der Mauerfall bringt endlich Freiheit – und eine wichtige Erkenntnis: Manchmal kommt es aufs Ausschneiden an.“
Dresdener Neueste Nachrichten:
„Altwasser begnügt sich allerdings nicht damit, Erinnerungen ungekünstelt festzuhalten. Sein Credo lautet: ‚Mach was draus!‘ Gute Prosa, zum Beispiel.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung:
„Altwassers Schilderung des zwischenmenschlichen Desasters trägt Züge jenes ausgeprägten ostdeutschen Neorealismus, den beispielsweise Andreas Dresens Film 'Halbe Treppe' so meisterhaft vorführt.“
